„Kommt, reicht euch die Hände!“

Es ist nicht der Zynismus im politischen Handwerk, dem ich Raum gebe, vielmehr hat für mich das Gemeinsame in der örtlichen Familienpflege Vorrang. Für Verhinderungspolitik à la Christine Pennauer oder Wolfgang Beran ist kein Platz in Mauerbach.

Elisabeth Richter und Nina Gruy-Jany (Foto: Christina Frank)

Seit Herbst 2015, erinnere ich zunächst an die Historie, ist der von Elisabeth Richter und Nina Gruy-Jany parteifrei gegründete „Menschengarten“ zur Stärkung, Unterstützung und als Ort der Gemeinschaft für Kinder und Familien da. „Menschengarten“ ist ein gemeinnütziger Verein für Gesundheit, Entwicklung und soziale Themen. Mittels Angeboten der Beratung, Weiterbildung, Befähigung und Vernetzung möchte Menschengarten die persönlichen Lebenssituationen der Menschen in der Region verbessern und bereichern sowie das Miteinander fördern.

Diese einmalige und weit über die Ortsgrenzen geschätzte an sich parteifreie Einrichtung benutzt im Keller der Schlossparkhalle die Max- &-Moritz-Räumlichkeiten und bittet die Gemeinde regelmäßig um finanzielle Unterstützung.

Die Organisation „Die Kinderfreunde“ der Ortsgruppe Mauerbach, basierend auf der sozialdemokratischen Gründungsidee vor 110 Jahren, arbeitet ehrenamtlich und organisiert im parteieigenen Klubhaus kostenlos das ganze Jahr hindurch Aktivitäten für Kinder, Jugendliche und Familien. Basis für ihr Handeln bilden gemeinsame Werte wie Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität. Dabei fühlen sie sich einer Pädagogik verpflichtet, die das Kind in den Mittelpunkt stellt, d. h. die vom Kind selbst und seinen Lebens- und Entwicklungsbedürfnissen ausgeht und seine Selbstwertkompetenz stärkt.

Leistung entscheidet

Nun will ich nicht urteilen, wer mehr für die Familienarbeit im Ort leistet. Dem Vernehmen nach wird der „Menschengarten“ von der Bevölkerung gerne in Anspruch genommen. Über die Leistungsbilanz „Die Kinderfreunde“ im Ort ist mir bis dato wenig bekannt.

Im Koalitionsmodus ÖVP/SPÖ fand kürzlich die Anhörung der Wünsche von Richter und Gruy-Jany statt. Mit dem für sie ernüchternden Ergebnis, dass sich im Gegensatz zu Vizebürgermeister Erwin Hackl und Gemeinderat Gerhard Stitzle die SPÖ-Gemeinderatsvertreter Pennauer und Beran gegen jedwede Unterstützungszusage durch die Gemeinde aussprachen, jedoch Gegenvorschläge ausblieben. Die „Menschengarten“-Damen mussten sich in der streckenweise peinlichen Befragung wie bei der Inquisition vorgekommen sein, war von Beteiligten zu hören.

 

Mag. Wolfgang Beran und Mag. Christine Pennauer, Gemeinderäte

Kultursensibler Umgang mit Menschen

Ideenlosigkeit auf dem Rücken unserer BürgerInnen auszuüben, darf im kultursensiblen Umgang mit Menschen vom Baby bis zum Pflegefall keinen Raum haben. Das diesbezügliche Vorgehen der Psychologin Pennauer und des Staatsbediensteten Beran ist nicht mehr zeitgemäß. „Kommt, reicht euch die Hände“, greife ich das traditionelle „Die Kinderfreunde“-Lied auf, nicht um es zu singen, sondern in unserem Bürgersinn Taten sprechen zu lassen. Verhindern ist keine Kategorie, Leistung muss belohnt werden, und die ist im Fall „Menschengarten“ gegeben.

Alles, was wir für das Durchschlagen des politischen Knotens tun, wird uns langfristig wieder zugute kommen – der Gesellschaft, der Wirtschaft, uns allen!

Leo Dutzler